Sonntag, 21. September 2014

Red Centre Tour

ja, ich bin heute in schreiblaune und schreibe deswegen gleich mal den Post zum Red Centre Trip, denn wie ich schon erwähnt habe war ich vom 12. bis 15. September im roten Inneren Australiens, und das war echt sehr beeindruckend.

Aber erstmal von Anfang an:

Am Freitag Morgen musste ich um 4:00 aufstehen und obwohl das ziemlich früh ist, ist es mir gar nicht schwer gefallen, da die Vorfeude einfach größer war. Also ging es gegen halb fünf mit John zum Flughafen. Nachdem ich eigecheckt habe und mich verabschiedet habe ging es dann auch schon in den ersten Flieger in Richtung Sydney, dort angekommen traf ich auf Charlotte & Vincenza, die ich schon von den Orientationdays in Sydney kannte, später kam dann noch Annabelle dazu und gemeinsam sind wir dann wieder ins Flugzeug, diesmal lautete das Ziel Alice Springs. Leider konnten wir nicht nebeneinander sitzen, was dann aber auch nicht so schlimm war, da wir ja die nächsten Tage eh zusammen verbringen konnten.
 In Alice Springs wurden wir von einem Mitarbiter von SCCE in Empfang genommen und sind auf alle anderen Austauschschüler getroffen, insgesamt waren wir 12. Nachdem wir ein wenig gewartet hatten kam auch schon unser Guide Marc, welcher für die folgenden Tage unser Ansprechpartner war. Er hat uns dann nach Kings Canyon gefahren, wo wir nach 5h angekommen sind und an dem Tag dann auch nur noch Abend gegessen haben und die restlichen Tage geplant haben. Da kam auch schon das erste Highlight, schlafen unter dem Sternenhimmel: Marc hatte und mit sogenannten SWAGS versorgt, des is, wie Isomatte und wasserabweisender Schlafsack zusammen. Es war echt wunderschön und ich habe noch nie so einen Sternenhimmel gesehen. In Australien is allgemein ein anderer Himmel, als bei uns, man kann die Milchstraße immer ganz genau sehen und besonders im Outback, wo es keine Lichter gibt ist es einfach nur entspannt, da zu liegen, in die Sterne zu schauen, übers Leben nachzudenken und einzuschlafen.


Am Samstag morgen waren wir dann auch schon wieder früh auf den Beinen, es ging um 6:00 zum eigentlichen Kings Canyon, der 5 min entfehrnt war, um dort die erste Wanderung zu machen. Im Nachhinein war es gut, dass wir so früh losgegangen sind, da es nach einer Zeit echt heiß wurde. Die Natur war echt beeindruckend und die Bilder sind eigentlich nur halb so ausagenkrätig, wie wenn man da steht und sich eigentlich nur denkt, wie klein bin ich und wie gewaltig ist Natur. Nachdem wir unsere mit vielen Pausen zum reden, fotos machen und einfach nur Pause machen, gegen 9:30 beendet haben ging es auch schon weiter.

Das nächste Ziel war Uluru! Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und man fährt wie schon auf der Fahrt von Alice Springs nach Kings Canyon einfach stundenland durchs nichts, man sieht kilometerlang nur roten Sand und ein bisschen Vegetation, aber keine Menschen oder Häuser. Die einzige Abwechslung war der Tafelberg, von dem ihr sicher auch schon mal gehört habt.a Gegen Nachmittag sind wir dann am Uluru Resort angekommen und nach dem Lunch sollten wir diesen auch gleich hautnah erleben.
Als erstes sind wir noch ins Kulturcentre gefahren um uns ein bisschen um zu schauen und auch Soveniers zu kaufen, dort haben wir auch erfahren, dass die Aboriginals es sehr respektlos finden, wenn Menschen den Uluru besteigen und auch versuchen es wegen schlechtem Wetter, zu viel Hitze, e.t.c zu schließen und auch immer wieder Menschen sterben, weil sie abrutschen oder anderen Menschen die sich weiter oben befindet etwas aus der hand fällt, wie wir später gesehen haben, ist der Uluru echt sehr sehr steil und jeder der ungesichert hochgeht ist eigentlich lebensmüde.
Und wenn ich den auf Bilder gesehen habe, habe ich mir immer gedacht, joa ist schon groß, aber die Bilder sind alle ca. 20 km weit weg gemacht, ja 20 km und dann steht man da und denkt sich nur, what’s going on, weil der einfach so massiv ist und man kann es eigentlich gar nicht glauben, dass man da ist und dass das alles real ist, wenn ich jetzt nochmal die Bilder anschaue wird mir eigentlich erst so richtig bewusst, dass ich dort ware und dass live gesehen habe.
Der Uluru ist überigens vor Millionen Jahren in der Eiszeit, als sich Amerika und Indien vom Urkontinent abgedriftet haben, durch den ausgebübten Druck entstanden, damals bestand Australien in der Mitte noch aus Wasser. Der Uluru war dann erstmal 10 km hoch und mit der Erderwährmung ist das Eis geschmolzen und hat immer mehr Stein mit runter gerissen, dass ist auch der Grund, warum er eigentlich nicht eben ist.
Wir haben dann eine kurze Wanderung entlandg des Ulurus gemacht, bevor wir gegen Abend den Sonnenuntergang aus der ferne betrachteten. Am Abend durften wir wieder in swags schlafen, haha ich würd mir am liebsten einen kaufen und mit nach Deutschland bringen.

Am Sonntag hieß es dann noch eher aufstehen, also um vier Uhr morgens, da es heute zum Sonnenaufgang ging, dass war ein weiteres Highlight und der Spot war besonders gut gewählt, da man auf der einen Seite Uluru und auf der anderen die Olgas hatte, die übrigens zur selben Zeit entstanden sind, wusstet ihr, dass es in der Kultur der Aboriginous nicht erlaubt ist, dass Frauen die Olgas sehen und deshalb keine Straße direkt darauf zeigt, sondern alle daran vorbei führen, genauso ist es ihnen verboten, einige Ecken am Uluru zu sehen, deshalb darf man da auch keine Fotos machen.
Anschließend sind wir zu den Olgas gefahren und haben den Morgen dort mit einer Wanderung verbracht, danach sind wir nochmal zum Uluru gefahren und haben nochmal eine Ecke erkundet und diesmal hat Marc auf unzählige Geschichten erzählt. Er war echt ein richtig toller Tourguide, und unsere ganze Gruppe, war eigentlich wie eine Familie, er wusste auch sehr viel und hatte zu jeder Frage eine Antwort. Es ist natürlich auch beeindruckend, wie die Aboriginals zu jedem Loch und jeder Ecke am Uluru eine eigene Geschichte haben.

Gegen 13:00 sind wir dann wieder ins Camp zurück, um ein wenig zu entspannen, und den kalten Pool zu genießen, der uns allen nach den Touren und der Hitze echt gut getan hat, wobei man sagen muss, dass ich es mir schlimmer vorgestellt hätte, was im Sommer allerdings auch der Fall ist.
Jenny und ich haben uns dann dazu entschieden einen Helicopterflug über den Uluru zu machen und da wir nur zu zweit waren ist Marc kurzfristig auch mit geflogen. Es war sehr beeindruckend, da ich mir die Form von oben ganz anders vorgestellt hätte und wir auch sehr nah dran fliegen konnten und nochmal gesehen haben, wie huge der Uluru eigentlich ist. Nachdem wir noch in der „Stadt“ waren und in ein paar Geschäften Souvenirs geshoppt haben ging es wieder ins Camp und wir haben das Abschiedsessen mit Känguruu- und Kamelfleisch, schmeckt besser als es sich anhört genossen. Bei Geschichten von dem SCCE Mitarbeiter Chris und Marc haben wir den Abend am Lagerffeuer ausklingen lassen, bevor es ein letzes Mal hieß: ab in die Swags.


Am Montag ist nicht mehr allzuviel passiert, da wir ja mittags schon wieder nach Hause geflogen sind, allerdings gab es noch ein Highlight, nämlich Kamelreiten am Uluru. Es war nochmal ein schönes Abschiedserlebnis, und bevor wir zum Flughafen gefahren sind haben wir nochmal an einem Aussichtspunkt getstoppt, damit wir nochmal ein paar Fotos vom Uluru bekommen. Anschließend ging es dann auch schon wieder ins Flugzeug und in Sydney verabschiedete ich mich von allen, da ich den Flug zur Goldcoast ja alleine antreten muss. Es war schön zu wissen, dass man wieder nach Hause fliegt und nach zwei Monaten kann ich auch endgültig zu Hause sagen, war es doch letztes Mal beim Flug von Sydney ein Flug ins Neue, ungewisse, was sich als dass beste was mir je passieren hätte können herausgestellt hat.
Am Flughafen haben mich dann auch schon Mum und Mel in Empfang genommen und nachdem ich einiges erzählt habe sind wir alle schlafen gegangen.

Insgesamt war es ein sehr schöner Trip und wenn ihr in Australien die Möglichkeit habt, macht es unbedingt. Ich weiß das diese Reisen viel zu teuer sind, aber es lohnt sich einfach und ich bereue es auf keinen Fall. Als ich diesen Post geschrieben habe ist mir erst wieder
er bewusst geworden, wie wahrnsinnig viel ich doch erlebt habe.

Ich weiß dassder Post sehr lang ist, und danke, wenn ihr bis zum Ende drangeblieben seit.

Ganz Liebe Grüße aus Australien, wo der Winter, der eigentlich kein Winter ist langsam zum Sommer wird.
Eure Juli <3

History Excursion

Letzten Donnerstag ging es mit dem gesamten Jahrgang auf eine History Excursion im Rahmen des Themas "Vietnamwar". Nachdem wir uns alle in der Schule versammelt haben wurden wir in drei Gruppen eingeteilt in denen wir den ganzen Tag geblieben sind.

Meine Gruppe ist als erstes zum sogenannten "Point Danger" gefahren, das ist die Grenze zwischen New South Wales und Queensland und dort sind überall so kleine Schilder, als Denkmale für die Angriffe anderer Länder im Krieg, es war manchmal ein bisschen komisch, da da halt auch Deutschland im Mittelpunkt stehen, da es mehr oder weniger um Krieg allgemein ging, allerdings hab ich da auch mit einem Freund drüber geredet und er hat gesagt, dass die alle wissen, dass Deutschland nicht mehr das ist was es mal war und ich mir keine Sorgen darüber machen muss.
Am Point Danger haben wir auch einige Wähle gesehen, die gerade zufällig da waren.

Anschließend sind wir nach Currumbian zu einer anderen Gedenkstätte für Krieger gefahren und haben dort noch einige Information, besonders zu den Aufgaben einzelner Personen und Personengruppen bekommen.

Der beste Teil des Tages kam meiner Meinung nach zum Schluss, als wir ins "Gold Coast war museum" gegangen sind, wir durften unter anderem Uniformen anziehen und auch echte Waffen in der Hand halten, der Besitzer war selbst, als Soldat im Vietnamkrieg und es war sehr interessant und beeindruckend seine ganzen Geschichten zu hören.

Ich fühle mich nochmal um einiges wohler in der Schule, als es am Anfang war, was wahrscheinlich besonders daran liegt, dass es jetzt einfach selbstverständlich is, dass ich in Bus jemanden habe neben dem ich sitzen kann und wenn wir Partnerarbeit machen, man sofort jemanden hat, der einen anschaut, e.t.c.

Ich hoffe euch geht es allen gut und wünsche allen Schülern einen guten Start ins neue Schuljahr und hoffe natürlich auch, dass alle anderen wohl erholt aus dem Urlaub zurück gekommen sind. Ich habe in zwei Tagen Ferien #justsaying und habe auch schon einiges geplant. Obwohl Schule hier echt entspannt ist, freue ich mich einfach mal zwei Wochen zu entspannen und was mit meiner Familie und Freunden zu unternehmen.


Brisbane & OZ ComicCon

Wie schon angedeutet, ging es am Wochenende nach Brisbane zur OZ Comiccon. Am Samstag morgen sind wir gestartet und nach ca. 1,5 h in Brisbane angekommen, allerdings dachten wir, dass es im Entertainmentcenter stattfindet und haben deshalb auch dort unser Hotel gebucht, nach einem weiteren Blick auf die Tickets haben wir dann bemerkt, dass es in Brisbane direkt in der Exhibitionhall stattfindet. Also sind wir nochmal 20 Minuten dorthin gefahren und haben ein anderes Hotel gebucht.
Mel und ich waren als Tardis und Dalek von Dr. Who verkleidet, obwohl ich die Serie eigentlich nicht gucke :D und allgemein alle ein bisschen zu verrückt nach diesem Comiczeug waren, war es schön.
Der erste Tag ist dann auch relativ schnell rumgegangen und mein persönliches Highlight war, dass wir Jason Momoa von Game of Thrones gesehen haben und bei der Interviewstunde in der vierten Reihe sitzen konnten.
Am Abend sind Mel und ich dann ein bisschen durch Brisbane gegangen und waren anschließend alle zusammen in einem türkischen Restaurant.

Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück auch gleich wieder zur Messe gegangen und haben noch ein wenig gebummelt, bevor wir nach ein wenig auf dem Markt in Brisbane herumgeschaut haben und uns danach wieder auf den Weg nach Hause gemacht.

Zuhause hat dann John auf uns gewartet und wir haben den Abend des australischen Fathertages als Familie ausklingen lassen.


Mittwoch, 3. September 2014

Football is an honest game. It's true to life. It's a game about sharing. Football is a team game, so is life - Joe Namath

Mit diesem Zitat beginne ich den Post, in dem ich von meinem ersten Aussie Rules Football League (AFL) Game berichte.

Nachdem ich am Sonntag morgen einen Strand Spaziergang mit Selena und John gemacht habe,




bin ich anschließend mit Selena zum metricon Stadium gefahren, um das Spiel der Gold Coast Suns gegen die Western Eagle anzuschauen. Am Eingang hat uns gleich mal eine richtig nette Frau mit zwei Freikarten überrascht, was echt gut war, da wir uns somit jeweils 65 $ gespart haben, die ich dann aber noch vor dem Spiel in einem Fan - Hoodie investierte, der mir aber sicherlich noch ganz lange als Erinnerung an den Tag und insgesamt meine Zeit in Australien dienen wird.










Kurz vor Beginn, sind wir dann zu unseren Plätzen gegangen. Das Spiel ist in vier Viertel, die jeweils ca. 30 Minuten dauern aufgeteilt und zwei kleine und eine große Pause in der Mitte beinhalten, es befinden sich 18 Spieler von jeder Mannschaft auf dem Feld und Ziel ist es den ball, zwischen die zwei hohen Pfosten zu kicken, was dem Team sechs Punkte trifft, wenn man zwischen die zwei kleinen Pfosten trifft gibt das (für den Willen, wie Selena so schön sagt und den Versuch) einen Punkt (um nicht enttäuscht zu sein :D).

Unser Team hat dann leider 150 zu 83 verloren, wodurch wir uns aber nicht die Laune verderben haben lassen, da wir eh nicht so stark mitfiebern und es das letzte Game der Saison war und alles schon entschieden war.

Banana Festival Murwillumbah


Unter dem Motto "Dance, Dance, Dance" fand das diesjährige Banana Festival in Murwillumbah statt, es hört sich vielleicht etwas seltsam an, aber der Hintergedanke ist ziemlich gut. Es findet nämlich seit 1956 zu Ehren der Bananen farmer in Australien und besonders der Region "Tweed Valley" statt, da es hier wie in Deutschland ein großes Problem ist, dass viel Billigware aus anderen Ländern (u.a Lebensmittel wie Bananen) importiert werden und die Lokalen Betriebe dadurch Pleite gehen. 

Das Festival findet eine ganze Woche statt, jedoch bin ich mit Selena nur am Samstag hingefahren, nachdem sie mich vom skaten abgeholt hat, sind wir gemeinsam nach Murwillumbah gefahren, was hier ganz in der Nähe ist, um ein bisschen durch die Mainstreets zu bummeln und anschließend den Umzug zu sehen, der mehr oder weniger wie ein Umzug hier ist, nur dass alles auf "Bananen" gemacht ist, wie ihr im Bild sehen könnt. Ich habe dort zufällig ein paar Jungs aus der Schule und auch Bike (die belgische Austauschschülerin) getroffen, die mit ihrer Gastfamilie unterwegs war und dann spontan mit uns mitgegangen ist. 


Die Stadt an sich ist echt schön und man findet viele so kleinere, individuelle Läden und um die Stadt herum sind überall riesige Suggarcane-Felder, wofür die Gegend in der ich hier bin allgemein sehr bekannt ist, vielleicht kennt ihr ja die Sängerin Iggy und ihren Song "Work", wo sie mit den Worten "School Skirt, Suggar Cane,..." auf ihre Heimat Murwillumbah anspielt, ich verlink euch mal das Video: