Dienstag, 19. August 2014

#26 Fünfte Woche (movies, skaten,...) & Reflektion

Hei ihr Lieben,

diese Woche ist nicht allzu viel passiert, am Donnerstag war ich mit Julie, der anderen Austauschschülerin aus Dänemark in der Mall, in der Nähe von der Schule, am Samstag war ich wie jede Woche beim skaten und im Kino und am Sonntag hatte Mel eine Skatingcompetition und Selena & ich sind mitgefahren um zu zuschauen.

Ich kann es nicht glauben, dass schon wieder eine Woche Australien um ist und es schon fast 50 Tage sind, seit ich um 22:20 am Frankfurter Flughafen gestartet bin. Ich habe es damals nicht realisiert und ich fange hier jetzt langsam an es zu realisieren. Ich weiß, wo welche Räume sind in der Schule, hab mir inzwischen die meisten Namen gemerkt und rausgefunden, mit welchen Leuten ich befreundet sein möchte. Die Gespräche, die am Anfang auf Unterschiede zwischen Australien und Deutschland, e.t.c beschränkt waren, beziehen sich nun auf Themen über die man mit Freunden redet, was nicht heißen soll, dass sie meine Freunde in Deutschland ersetzen, ihr wart, seit und werdet immer die besten sein!! Dass ist eine Sache, die mir hier ziemlich fehlt, richtige Freundschaften, ich hab zwar Freunde und alles, aber man baut halt in 5 Wochen nicht das Verhältnis auf, was man in 5 Jahren aufbaut und ich bin hier in ner relativ großen Clique, aber es ist alles nicht so ehrlich, wir sitzen alle zusammen und verstehen uns, aber wenn du mit 1/2 Leuten alleine bist wird sofort angefangen zu lästern, und zwar so, dass du richtig merkst, dass Leute, die zusammen abhängen und sich gegenseitig zu Parties einladen sich eigentlich nicht ausstehen können. Meiner Meinung nach sollte man sich da eh raushalten, besonders wenn man nicht involviert ist und als Austauschschüler sowieso. Ich weiß, dass es überall auf der Welt solche Freundschaften gibt, aber hier fällt es mir besonders auf, dass viele zwei Gesichter haben, aber ich behandle Menschen so, wie sie mich behandeln und seh dass nicht als mein Problem, wozu ich sagen muss, dass zu mir alle nett sind und ich meiner Meinung nach hier auch ehrliche Freundschaften habe, die nicht gespielt sind!

Und auch, wenn ich erst fünf Wochen hier bin, habe ich schon viel gelernt:

ich habe gelernt, dass es schwieriger ist als ich dachte, an eine neue Schule zu kommen,
ich habe gelernt, dass man länger als 2 Tage braucht um rauszufinden, mit wem man Freundschaften eingehen will,
ich habe gelernt, wie es ist, komplett von vorne anzufangen,
ich habe gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn man Wörter nicht versteht und nachfragt,
und, und, und

aber am aller wichtigsten, ich habe gelernt dankbar zu sein, für alles, für mein Leben bisher, was nicht perfekt war, aber es hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin und für das was noch kommt.
Für mein Leben in Deutschland, für meine Familie, für meine Eltern, die mir dass alles hier ermöglichen, für meine Freunde, besonders die, die immer fragen, wies mir geht und auch allen, mit denen es sich, wenn man nach einem Monat wieder Kontakt aufnimmt, anfühlt als hätte sich nichts an der Freundschaft verändert,

und besonders dankbar bin ich im Moment meiner Gastfamilie, die wie eine richtige (zweite) Familie für mich geworden ist, besonders mit meiner Gastmum hatte ich viele Gespräche, aus denen ich viel mitgenommen hab, zum Beispiel, war mir davor nie so bewusst, dass es wichtig ist, dass man stolz auf sich selbst ist, was man ist und was man erreicht hat und man sich allgemein mehr auf sein eigenes Verhalten und Charakter fokussieren muss, und man muss wissen, wer man selber ist, was mehr beinhaltet, als das Lieblingstier und die Haarfarbe.  Das sind mehr oder weniger alles Sachen, die man weiß und immer gesagt bekommt, aber die mir persönlich vorher nie so richtig bewusst waren und nach denen ich nie gehandelt habe.

Genug versuchte philosophische Lebensweisheiten :D

Allerdings wollt' ich noch eine Sache los werden, dass geht vorallen am zukünftige Austauschschüler. Ich weiß, dass es vielen zu lang ist für zehn Monate wo anders zu bleiben, allerdings, könnte ich mir niemals vorstellen, dass jetzt schon über 1/3 meiner Zeit um wäre und ich nur drei Monate bleiben würde, wenn ich noch überlegt, nehmt auf jeden Fall mindestens 6 Monate oder länger. Die ersten zwei Monate sind eigentlich mehr oder weniger, dass neue zu entdecken und kennenzulernen und sich ein kleines Leben aufzubauen. Ich denke, dass ich damit nicht nur meine Meinung wiedergebe, die meisten Austauschschülern, mit denen ich gesprochen habe, würden im Nachhinein, so lange wie möglich gehen!

Diesmal keine Bilder, aber es kommen bald wieder welche, versprochen! :)

Bis dann,

Juli <3

Kommentare:

  1. hi! ich hab da mal ein paar fragen, weil ich auch gerne so ein auslandjahr nach australien machen würde.
    in welcher klasse machst du dieses auslandsjahr und musst du in deutschland die klasse wiederhohlen??
    ich möchte dieses jahr auch machen um mein Englisch zu verbessern, denn leider bin ich in englisch nicht so gut...jedoch habe ich gerade vor den verständnisproblem eine riesen angst.. wie ist das den dir so ergangen??

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    1. Hei,

      also ich bin nach der 10. gegangen und fange jetzt im September mit der 11. an, also wiederhole ich so zusagen, aber wenn du nach der neunten gehen willst und dann überspringen willst oder so, würde ich dass auch mal ausprobieren, auch wenn man in dem Sinne ja kein Jahr verliert.

      Also eigentlich habe ich von Anfang an alles verstanden, der australische Akzent, war manchmal ein bisschen schwer, aber dass hat sich nach ein/ zwei Wochen auch gegeben. Und ich war auch nicht so gut in Englisch, also meistens hatte ich 3er, mach dir deswegen echt keinen Kopf, vor allem sind die da unten generell begeistert, wie toll wir "Deutschen" Englisch sprechen, da wir uns dadurch auch zu anderen europäischen ATS abheben. Also unser Niveau ist hier schon ziemlich hoch, deswegen mach dir keine Gedanken, sie es, wie du schon angesprochen hast, als Chance dein Englisch zu verbessern!!

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